Fahrer, Rennställe und die Geschichten rund um die F1
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Das war wohl zu viel Ehrgeiz

Juni 1, 2010 in Rennen

Mark Webber und Sebastian Vettel waren beide voller Ehrgeiz und wollten den WM-Titel ein Stück näher rücken. Deshalb stehen auch beide im Konkurrenzkampf. Doch wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte. Oder in diesem Fall alle anderen Fahrer, denn Vettel und Webber kollidierten in Istanbul und gingen mit null Punkten aus dem Rennen.

Das war wohl zu viel Ehrgeiz
© dpa Reuters

Nach dem Rennen wollten beide nicht einmal miteinander reden. Vettel war schon im Flieger, als Webber noch nach Antworten suchte. Was ist passiert? Beide Fahrer jagten mit Tempo 300 über die Gerade und kollidierten plötzlich. Die Schuldfrage ist noch nicht klar. Dafür aber die Folgen, denn die Verantwortlichen müssen darauf achten, dass der Titelkampf nicht ausartet.

Für beide steht viel auf dem Spiel: Vettel könnte sich als jüngster Weltmeister in die Geschichtsbücher der Formel 1 eintragen und für Webber konnte es die letzte Chance auf einen Coup in seiner Karriere sein.

Die Kommunikation am Kommandostand hat anscheinend ihr übriges dazu beigetragen, dass beide Piloten aus dem Rennen fliegen. Webber musste in der Runde vor dem Crash auf Benzinsparmodus schalten. Vettel konnte noch eine Weile Speed geben und sich so gegen Lewis Hamilton wehren. Das Team soll im gesagt haben "Das ist die letzte Chance für den Angriff". Webber wurde darüber aber wahrscheinlich nicht informiert. Als Vettel halb vorbei war, zog sein Wagen nach rechts. Die Kameras zeigten jedoch keinen Einschlag am Lenkrad.

Nutznießer des Unfalls waren Lewis Hamilton und Jenson Button. Beide sind jetzt wieder in Schlagdistanz für einen WM-Titel.



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